Motorlaser
Seit dem Martinstag steckt die Firma AG Franz Murer die Holzpfähle im See mit dem von uns entwickelten Motorlasersystem selbständig ab.

Beim Neubau des Seebad Luzern ist unser System um eine weitere Anwendung erweitert worden. Da die Programmierung der LEICA-Totalstation von Grund auf in unserem Hause entwickelt wird, können wir innerhalb einer Woche neue Module anbieten. Mit den am Markt erhältlichen proprietären Systemen ist dies nicht ohne weiteres möglich.

Der Startschuss der Entwicklung fand Anfags Jahr statt. Bei der Sanierung des Tasnatunnels wurden wir für die Absteckung von 28 Rohrschirmen mittels Motorlaser angefragt. Innerhalb drei Wochen programmierten wir den Prototyp für die Demo. Mit der benutzerfreundlichen Steuerung über einen Feldrechner mit Touchscreen, konnten wir die ARGE Tasnatunnel überzeugen. Am 16. März 2009 wurden die zwei Systeme auf der Baustelle termingerecht in Betrieb gesetzt. Als zusätzliches Modul wurde im Mai die Konvergenzmessung von Profilen geliefert.
ARGE Tasnatunnel:
Andrea Pitsch AG
Lazzarini + Co. AG
Das grösste Projekt läuft momentan in Seewis einer Walser-Gemeinde. Für die Repower führt die ARGE Grischa Taschinas die Untertagearbeiten für den 3.2 Km langen Druckstollen aus. Der Vortrieb wird mit einer WIRTH-TBM ausgeführt. Die grosse Herausforderung für uns Tunnelbauer ist die minimale Steigung von 0.6 Promille. Die Stollensohle wird mit Tübbingen verbaut. Im Gegensatz zu einer Sohle mit Ortsbeton, wird die Korrekturmöglichkeit von Höhenabweichungen der TBM sehr eingeschränkt. Bei einer Höhenabweichung von 5 cm, welche normalerweise gut in der Toleranz liegt, wird eine ca. 100 Meter lange Wasserlache produziert.
Diese hohen Anforderungen sprachen für den Einsatz eines Motorlasersystems. Innerhalb von zwei Wochen wurde mit den Erfahrungen des Rohrschirmprogramms die Anwendung für die TBM erstellt. Eine Grundfunktion ist das Umstellen des Systems durch den Vortriebspolier. Durch die einfache und funktionelle Bedienerführung misst das System neue Fixpunkte. Mit diesen wird die neue Station bestimmt. Bis anhin wurde die Vermessung von 300 Meter Vortrieb vom Vortriebspolier ausgeführt. Die Fixpunkte werden von uns periodisch mit einem nachgezogenen Netz bestimmt und mit Verbesserungen versehen. Bis jetzt konnten die hohen Erwartungen, auch dank den guten geologischen Verhältnissen, erfüllt werden. Die Höhen- wie auch die Seitenabweichungen bewegen sich in einem Band von +/- 1 bis 2 cm.

ARGE Grischa Taschinas:
Implenia Bau AG
Bordoli Erben AG
Zindel + Co. AG


